NaturRuh: Leitfäden für erfolgreiche Umsetzung

Erstmals stellte der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF) im ZVG das neue Bestattunskonzept NaturRuh auf der Internationalen Gartenausstellung in Berlin 2017 vor. Für das mit dem Innovationspreis Gartenbau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ausgezeichnete Angebot erarbeitet der BdF nun eine Handreichung, die die Pflege und Betreuung der Areale erleichtern soll.

Die Handreichung für das Bestattungskonzept bietet Anreize, neue Wege zu gehen und das Konzept NaturRuh in vielen Städten und Gemeinden zu etablieren. Der Leitfaden soll die Betriebe in der Umsetzung des Konzeptes unterstützen. Sie umfasst Pflanzempfehlungen für unterschiedliche Standorte und Bodenverhältnisse, notwendige Pflegearbeiten, Skizzen für Beispielpflanzungen und beispielhafte Kalkulationen. Diese zeigt nicht nur die zu erwartenden Kosten auf, sondern auch die damit verbundenen Prüfsteine, ähnlich einer Checkliste.

Konzept zur Steigerung der Biodiversität
Auch können die beigefügten Argumentationshilfen genutzt werden, um die Akteure von der Umsetzung eines NaturRuh-Areals zu überzeugen. Neben der gesteigerten Attraktivität der Friedhöfe und dem damit verbundenen erweiterten Angebotsspektrum für die Bevölkerung, sind auch der Naturschutz und die Förderung der Biodiversität Argumente für die Umsetzung. Das Konzept ist eine Antwort auf alternative Bestattungen außerhalb von Friedhöfen. So bringt es doch das Leistungsportfolio aller Gewerke des Friedhofs verstärkt nach Außen und hat – nicht ohne Grund – den Innovationspreis 2018 vom BMEL gewonnen. Dies zeigt einmal mehr, dass mit dem Konzept NaturRuh ein wichtiger und innovativer Weg für die bereits etablierten gärtnerbetreuten Grabanlagen für die Zukunft eröffnet wurde.

Auf einen Blick
Das Konzept NaturRuh bietet naturnahe und würdevolle Bestattung auf dem Friedhof und fördert dabei die biologische Vielfalt. Die NaturRuh-Areale sind natürlich angelegte zusammenhängende Flächen mit integrierten Grabstätten und verstärken die ökologisch wertvolle Bedeutung von Friedhöfen. Durch das Integrieren von Futterstellen, Nistkästen, Insektenhotels und Unterschlupfmöglichkeiten werden den Tieren optimale Lebensräume geschaffen. Diese werden durch das Anpflanzen von verschiedenen Zierpflanzen, Stauden, Sträuchern und Bäumen abgerundet. Die farbenfrohe Auswahl der Pflanzen zieht die Tiere an und ist ein Blickfang für uns Menschen.
Ist das Interesse bei allen Beteiligten geweckt, so kann in die Planungsphase übergegangen werden. Hier können die Friedhofsgärtner mit ihrem ganzen Leistungsportfolio glänzen. Die erarbeitete Handreichung hilft bei der Umsetzung.